1984 Jugendclub Landestheater Coburg

Robert Lane, Duncan Macmillan (Deutsch von Corinna Borchert)

Foto: Christin Schmidt

Nieder mit Big Brother … Für die Ungeborenen … Täten andere Dinge, dächten andere Gedanken … Dass irgendetwas in dieser Welt real ist … ich dachte, ich kenne ihn, aber meine Erinnerung war völlig falsch … es geht um die Ungewissheit, die Unmöglichkeit, wirklich zu wissen – egal was … Unterdrückung … keine Alternative. Im Zentrum des Stücks steht Winston Smith, der das ultimative Verbrechen begeht: Das Denkverbrechen. Ob er das Tagebuch schreibt oder nicht, macht keinen Unterschied. Immer mehr gerät er in die Fänge des Überwachungsstaats und muss sich fragen, wie sehr man Fakten, Personen und der eigenen Wahrnehmung trauen kann. Was George Orwell einst als Dystopie prophezeit hat, ist heute gefährliche Realität.
Als Regisseure, Dramaturgen, Schauspieler und Menschen in einer realen Lebenswelt bündelte das Stück die Aufmerksamkeit der Jugendlichen. Sie suchten nach Darstellungsformen, die Winstons Situation der Überwachung und Rebellion etablieren. Daher wurde chorisch, solo, mit Mikro, akustisch, choreographisch, in gekürzten Dialogen, in Satzcollagen und mit eigenen räumlichen Darstellungen probiert und anhand einer Auswahl konzipiert.

Es spielen: Selina Bär, Emily Ben, Emilia Blöck, Amy Ellis, Marleen Gertloff, Emilia Härty, Rabea Lütke, Tobias Mayer, Lea Reichel, Katharina-Luise Sander, Luca Schenk, Emilie Schorr, Anna Steinert, Denice Verganza, Anetta Chiantone

Leitung: Christin Schmidt

Leitungsassistenz: Peter Molitor

Assistenz: Marten Straßenberg